Parque Nacional Iberá
Der Parque Nacional Iberá liegt im Nordosten Argentiniens in der Provinz Corrientes und schützt einen Teil der beeindruckenden Iberá-Feuchtgebiete, einem der größten Süßwasser-Ökosysteme Südamerikas. Der Nationalpark bildet zusammen mit dem umliegenden Provinzreservat eine riesige geschützte Naturlandschaft aus Lagunen, Sümpfen, Flüssen und schwimmenden Inseln. Das Gebiet ist international für seine außergewöhnliche Artenvielfalt bekannt und zählt zu den wichtigsten Naturschutzprojekten Argentiniens. Besucher können hier Wasserschweine, Sumpfhirsche, Brüllaffen, Schwarze Kaimane und Riesenotter in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Dank erfolgreicher Wiederansiedlungsprogramme leben inzwischen auch Jaguare, Riesenameisenbären, Pekaris und Aras wieder in den Iberá-Feuchtgebieten. Mehr als 350 Vogelarten machen den Park zu einem Paradies für Vogelbeobachter und Naturfotografen. Bootsausflüge auf den ruhigen Lagunen ermöglichen eindrucksvolle Begegnungen mit der Tierwelt, ohne die empfindlichen Lebensräume zu stören. Wanderwege und Aussichtspunkte führen durch Savannen, Feuchtgebiete und Galeriewälder und bieten abwechslungsreiche Einblicke in die einzigartige Landschaft. Der Nationalpark spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz bedrohter Tierarten und bei der Erhaltung eines der wertvollsten Feuchtgebiete Südamerikas. Insgesamt vereint der Parque Nacional Iberá unberührte Natur, eine außergewöhnliche Tierwelt und nachhaltigen Ökotourismus zu einem der faszinierendsten Nationalparks Argentiniens.