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Reisearchiv
 

Panama 2006

  Playa El Palmar

 

 

11.11.2006

Die letzten Ferientage wollen wir am Meer verbringen. Da Sonntag ist hat es auch auf der Interamericana sehr wenig Verkehr: Dafür umso mehr Polizei!!! Bei der ersten Kontrolle werden wir wegen zu schnellen Fahrens zu einer Busse von 60 Dollar verknurrt. Den Fahrausweis soll René gleich abgeben und die Busse müssten wir in Panama City bezahlen. Gut, kann ich mich auf spanisch mit dem freundlichen Polizisten unterhalten. Er macht uns schliesslich das Angebot keine offizielle Busse auszustellen wenn wir sofort 30 Dollar bezahlen. Auf meine Frage ob dies denn korrekt sei, antwortet er mit einem Augenzwinkern „mehr oder weniger“. Er ermahnt uns, nach dem wir bezahlt haben, langsam zu fahren. Wir fragen uns sicher nicht zu Unrecht wieso den die Einheimischen, die uns in der angeblichen Tempo sechzig Zone überholt haben, nicht angehalten und gebüsst werden...

Ca. zehn Minuten später werden wir schon wieder von einer Polizeistreife angehalten. Diesmal kann aber nichts beanstandet werden.Da wir jetzt schon etwa zwei Stunden unterwegs sind, machen wir einen Fahrerwechsel. Kurze Zeit später sehen wir auf der entgegenkommenden Fahrbahn einen Polizisten, der sich auf sein Motorrad schwingt und uns folgt. Auf der Höhe meines Seitenfensters angelangt, bedeutet er mir anzuhalten. Ich fahre noch ein paar Meter weiter, an einen schattigen Platz am Strassenrand. Dieser Polizist ist nun alles andere als freundlich, nein er ist schon eher als aggressiv zu bezeichnen. Schwafelt zwar ständig etwas von "Amigos" und Respekt und wirft mir schliesslich vor, zu schnell gefahren zu sein. Da muss ich aber wiedersprechen und teile ihm mit, dass es heute ja sehr viele Polizeikontrollen gebe, und wir uns daher ganz sicher an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten (diese sind übrigens nicht immer klar ersichtlich, und man muss oft nach dem Gefühl fahren). Nun redet er halt ständig davon, dass ich nicht sofort angehalten hätte und verlangt für dieses Vergehen diskussionslos 30 US Dollar. Unsere Nerven liegen schon ziemlich blank und mit diesem "Agrotypen" wollen wir uns nun wirklich nicht anlegen. So bezahlen wir das geforderte Busgeld und fahren anschliessend im Schneckentempo weiter, was wiederum ziemlich gefährlich ist. Die ganze Sache nervt uns schon, denn es ist offensichtlich, das es die Polizisten nur auf die Touristen abgesehen haben. Na ja, haben wir halt leider die Korruption unterstützt..
Nach längerer Suche nach einer schönen Unterkunft, sind wir schliesslich nach 200 km. langer, und durch diese Zwischenfälle fünf Stunden dauernden Fahrt fündig geworden. In Playa el Palmar mieten wir in einem hübschen, am Meer gelegenen Hotel mit Pool, für vier Tage ein Zimmer. Am Nachmittag erholen wir uns von den Reisestrapazen am schönen Pool.

12.11. - 15.11.2006

In diesen drei Tagen geniessen wir das süsse Nichtstun. Es hat kaum Gäste hier, für zwei Nächte sind wir sogar die einzigen.
Wir verbringen die Zeit mit langen Spaziergängen, lesen, jassen, baden und „sünnele“.

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