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Reisearchiv
 

Panama 2006

  El Valle

 

 

27.10.2006

Maria fährt uns heute morgen zurück nach Panama City. Kurz vor zehn treffen wir bei der Mietwagenfirma ein, wo emsiger Betrieb herrscht. Wir werden von einem Berufsneuling bedient, die Abwicklung des nötigen Papierkrams dauert aber dann doch nur dreissig Minuten. Maria wartet auf uns, und lotst uns als letzten Freundschaftsdienst raus aus der, verkehrsmässig, chaotischen Stadt. Nach einer gut zweieinhalb Stunden dauernden Fahrt, treffen wir bei strömenden Regen in El Valle de Anton ein.
Das Dorf liegt in einem erloschenen, fruchtbaren, ca. 20 km. grossen Kraterkessel auf ca. 600 Meter über Meer.
Wir sehen uns verschiedene Unterkünfte an, und entscheiden uns schliesslich für das Eco Resort Los Capitanos. Ivan, der gewiefte, aber äusserst sympathische Kellner, empfiehlt uns die Suite zu mieten. Nachdem wir einen kleinen Rabatt aushandeln können, ziehen wir gerne in dieses wunderschöne Zimmer ein.


Im netten Dorf machen wir einige Einkäufe. Wir haben ja jetzt einen Kühlschrank, und der panamesische Rum soll ganz gut schmecken...
Wir lernen heute auch die zwei St. Gallischen Weltenbummler Susanna und Pedro kennen. Sie sind allgemein unter dem Namen „d Chöpf“ bekannt und die Chemie zwischen uns stimmt sofort. Wir ahnen bereits, dass wir mit diesen zwei Spassvögel noch Lustiges erleben werden.

28.10.06

Heute morgen wollen René und ich wandern gehen. Es reicht jedoch nur für einen kurzen, sehr schönen Rundweg, bis es anfängt zu regnen. Als wir zurück beim Hotel sind, scheint schon wieder die Sonne und wir entschliessen uns den Zoo zu besuchen. Diesen Entscheid bereuen wir aber schon bald, denn die Tiere werden sehr schlecht gehalten, was uns fast das Herz bricht. Auf der anderen Seite dürfen wir Berner uns mit der Haltung unseres Wappentieres ja leider immer auch noch nicht brüsten...
Auf dem farbenprächtigen Markt im Dorf kaufen wir einige Souvenirs und fahren dann zurück zum Hotel um Karten zu schreiben.

D Chöpf besuchen uns heute Abend auf unserem Balkon zum Apero. Im Restaurant, bei gutem Essen, erzählen die zwei von ihrer Reise und wir können ihnen auch noch einige Tipps für Costa Rica und Belize geben.

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Bereits wenige Meter abseits des Dörfchens führt ein Weg in den dichten Regenwald
Carole wirkt zwischen den gossen Bäumen schon fast zwergenhaft...
Die sogenannten Becherlinge fangen Regenspritzer auf

29.10.06

Heute morgen ist es regnerisch. Trotzdem machen wir uns mit den Chöpf auf den Weg zum Nationalpark Cerro Gaital.
Mit einem Guia laufen wir einen Rundweg im wunderschönen Nebelwald.
Es regnet kaum noch und die Pflanzenwelt ist einfach gigantisch. Wir sehen auf der ca. drei Stunden dauernden Wanderung u.a. einen grünen Tukan, Fröschli, viele bunte Vögel und einen Tausendfüssler. Mit Susanna und Pedro macht das wandern so Richtig Spass, denn auch sie erfreuen sich an den kleinen Dingen. Auch der Guia macht seine Sache sehr gut und richtig Happy kehren wir gegen Mittag ins Los Capitanos zurück.

Nach einer erfrischenden Dusche ist es an der Zeit, wieder einmal die Jasskarten hervor zu kramen.
Um 17 00 Uhr sind wir bei den zwei Chöpf in ihrem Mutant zum Apero eingeladen. Sie haben sich wirklich gut eingerichtet und den Wagen originell bemalt.

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Diese bizarre Blüte erinnert an einen ..?...
Üppige Blütenpracht im Np Cerro Gaital
d`chöpf vor dem Wohnmobil


Nach dem gemeinsamen Abendessen, stürzen unsere Männer ein wenig in der Bar ab. Susanna und ich geniessen derweil einen! Sangria. Wir unterhalten uns länger mit Ivan und verbringen einen lustigen Abend mit „mucho Bla Bla“....
René und ich entschliessen uns spontan, noch eine Nacht resp. Tag länger in El Valle zu bleiben.

30.10.06

Heute morgen begrüsst uns der Tag mit Sonnenschein. Zu viert fahren wir in die Nähe der Felszeichnungen „Piedra Pintada“.
Dort angekommen, stürmen viele Knaben auf unser Auto zu, um es zu bewachen oder sie bieten ihre Dienste als Guia an.
Wir geben einem der Jungs ein wenig Geld um aufs Auto aufzupassen, einen Guia wollen und brauchen wir hier nicht.
Nachdem wir die Felszeichnungen gesehen haben, entscheiden wir uns weiter zum Cerro del Indio zu laufen.
Es geht zum Teil steil bergauf, immer wieder halten wir an um z.B. einen Motmot, eine Vogelspinne, die wunderschönen Pflanzen oder den Blick ins Tal zu bewundern.

Eine Gruppe Studenten aus der Hauptstadt kämpft sich lautstark den Berg hoch. Einige davon scheinen etwas angetrunken zu sein, und die Schuhe die vor allem die Frauen tragen, sind für dieses Terrain alles andere als geeignet.
Auf dem steilen und rutschigen Abstieg begegnen uns immer wieder Schulkinder und Einheimische, die den Weg zum Teil täglich und barfuss zurücklegen.
Die Wanderung hat gut fünf Stunden gedauert und uns allen sehr gefallen.

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Dieser Käfer sonnt sich auf einem Blatt
Eine imposante Wanzenart
Auf der Wanderung sahen wir auch zahlreiche Schmetterlinge

Im Dorf decken wir uns noch einmal mit Souvenirs und Getränken ein.
Apero gibt’s heute wieder bei uns auf dem Balkon, und der Abend verläuft ähnlich lustig wie gestern....

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