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Reisearchiv
 

Panama 2006

  Panama City

 

 

20.10.2006

Unsere Ferien beginnen dieses Jahr mit einer Übernachtung im Hotel "Fly away" in Kloten. So sitzen wir nämlich heute morgen um 07 50 ausgeruht im Flugzeug Richtung Madrid. Unsere ausgewanderten Freunde Angi & Rolf haben zufälligerweise den gleichen Flug gebucht, mit dem "kleinen Unterschied , dass die zwei Buisness fliegen. Nach einer Weltreise fliegen sie nun zurück nach Costa Rica. Nach einem zwei stündigen Aufenthalt in Madrid beginnt der lange Flug über Costa Rica nach Panama. Die Zeit im Flieger vergeht, zumindest für mich, nicht wie im Fluge, und nach knapp elf stündiger Flugzeit kreisen wir gut eine halbe Stunde über dem internationalen Flughafen in Costa Rica. Endlich setzt der Pilot zur Landung an, um dann kurz über dem Boden wieder durch zu starten. Kurz darauf wird uns mitgeteilt, dass das Wetter in Costa Rica für eine Landung zu schlecht sei und wir direkt nach Panama fliegen. Glück für uns, Pech für die meisten anderen an Bord. In Panama sind sie aber auf unsere verfrühte Ankunftszeit offenbar nicht vorbereitet, und so warten wir eine Stunde im Flugzeug bis wir andoggen können. Eine witere Stunde warten wir auf das Gepäck, und nach einer problemlosen Einreise kommen wir nach 24- stündiger Reise todmüde im Hotel Milan an.

21.10.2006

Um 06.00 Uhr sind wir bereits hellwach, frühstücken ausgiebig, und machen uns auf, die Millionenstadt zu entdecken. Wir mieten für einen halben Tag ein Taxi und werden als erstes zum Cerro Ancon, dem Hausberg von Panama City, gefahren. Von dort oben geniessen wir die eindrückliche Aussicht auf die Stadt und den Kanal.

Schon bald entdeckt unser geschultes Auge einige wunderschöne Raupen und Agutis. Eric, unser Taxichauffeur, fährt uns als nächstes zur Puenta Americana,auf die Isla Flamenco, in die Altstadt und schliesslich zur Mirafloresschleuse. Dort schauen wir uns die wirklich gut gemachte Ausstellung über den Bau des Kanals an. Leider ist im Moment weit und breit kein Schiff in Sicht welches durch die Schleuse fährt.

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Zahlreiche dieser grossen Raupen begegnen uns auf dem Cerro Ancon
Casco Viejo, die Altstadt, wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt
Der Bau des Kanals forderte durch Krankheiten und Unfälle 25 000 Totesopfer

Am Nachmittag machen wir einen kleinen Bummel durchs Quartier und werden dabei mehrere Male um Geld angebettelt. Das Gefälle von Arm und Reich ist in dieser modernen Stadt extrem gut sichtbar.

Nach der Stadtbesichtigung schlafen wir eine Weile und essen abends im Hotelrestaurant eine Kleinigkeit.
Es wird heute und morgen weder Bier noch sonst irgendwelchen Alkohol ausgeschenkt. Dieses Wochenende findet die Abstimmung über die Erweiterung des Panamakanals statt. Die Panamenos brauchen dazu laut Regierung einen klaren Kopf und wir Touristen aus aufgezwungener Solidarität wohl auch....

22.10.2006

Heute wollen wir den mitten in der Stadt gelegenen Nationalpark Metropolitano besuchen.
Ein Taxi fährt uns für 3 US Dollar hin und der Fahrer bietet uns an, uns um 12 00 Uhr Mittags wieder abzuholen.
Gleich zu Beginn der Wanderung sehen wir viele grosse, wunderschön gezeichnete Ameiphen. Etwas später, mitten im Wald, meint René er müsse auf den Spuren von Jeff Corwin wandeln. Ausführlich erklärt er für die Daheimgebliebenen wie ein Baum und eine Ameisenart in Symbiose leben, während ich seine Ausführungen filme. Die Ameisen fühlen sich offensichtlich von uns gestört und greifen an, was schmerzende und schnell anschwellende Stellen an unseren Händen hinterlässt. Soviel zu „Jeff Corvin und seinen tierischen Abenteuern“ und seinen Nachahmern....

Auf einer Anhöhe angelangt, haben wir einen fantastischen Blick über den Park und die dahinterliegende Grossstadt. Auf unserem Ausflug in den Park sehen wir viele Vögel, farbige Schmetterlinge inkl. Morpho, beeindruckende, grosse Bäume und eine üppige Flora. Ganz zum Schluss der Wanderung sehe ich sogar noch eine ca. 80 cm lange, braune Schlange.

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Der Regenwald des Nationalparks Metropolitano grenzt direkt an die Hauptstadt
Üppige Flora im Parque Natural Metropolitano
In Panamas "Stadtpark" ist der Bewuchs so dicht, das der Gedanke, mitten in unberührtem Regenwald zu sein, nicht abwägig ist...


Knapp eine Stunde zu spät sind wir wieder beim Parkeingang wo unser Fahrer schon leicht „angesäuert“ wartet. Wir entschuldigen uns, spendieren ihm ein Getränk und werden zum Hotel zurückgefahren. Relativ unfreundlich erklärt er uns nun, dass wir 10 Dollar bezahlen müssen da er so lange gewartet habe. Recht hat er ja, nur schade hat ihm unsere Verspätung derart die Laune verdorben.

In der Stadt wollen wir jetzt ein Mietauto reservieren. Es gibt eine längere Diskussion über die Konditionen mit dem Ergebnis, dass wir morgen früh einen leitenden Angestellten von Dollar-Rent anrufen sollen.

Abends essen wir im Restaurant Rincon Suizo welches ganz in der Nähe unseres Hotels liegt. Wir glaubens kaum, aber uns wird unaufgefordert die Weinkarte gebracht, und so gönnen wir uns zu dem feinen Essen einen Tropfen Rotwein.

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