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Reisearchiv
 

Florida / Costa Rica 2004

  Laguna del Lagarto Lodge

 

 

5. - 8. Tag

Dienstag, 26.10.2004 (Fortsetzung)

Um 10.00 Uhr verlassen wir San José mit unserem Mietwagen. Schon bald sind wir den verstopften Strassen in und um die Hauptstadt entronnen.

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Nach etwa 1 1/2 Stunden passieren wir mit dem "Catarata de la Paz" einen imposanten Wasserfall, der direkt an der Strasse in eine Schlucht fällt. Ein kleiner Weg führt hinter den Wasserfall, welcher umgeben ist von dichtem Regenwald.

Obwohl wir die Strecke schon einmal gefahren sind, schaffen wir es, uns in der Nähe von San Miguel zu verfahren. Einige Strassenbauarbeiter klären uns dann definitiv über unseren Irrtum auf. Eine 180° Grad Wende bringt uns danach wieder auf die richtige Spur...

Etwa um 14.00 Uhr, also nach gut 4 stündiger Fahrt erreichen wir Pital. Von hier aus führt eine Schotterstrasse, vorbei am geruhsamen Örtchen Boca Tapada zur Laguna del Lagarto Lodge, wo wir eine Stunde später ankommen.

Gleich bei der Ankunft entdecken wir einen jungen, grünen Leguan und eine grosse Heuschrecke. Beide sitzen vor dem Eingang unserer Zimmer und geniessen die Sonne.

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Heuschrecke
Juwel im Dschungel: Die Laguna del Lagarto Lodge
Grüner Leguan

Obwohl es nun schon langsam finster wird, gehen wir noch rasch in den angrenzenden Regenwald. Also, Stirnlampe auf und rein geht`s. Schon bald hören wir knisternde Geräusche im Geäst und wenig später entdecken wir ein paar Klammeraffen, welche sich auf die Nacht vorbereiten. Kaum zu entdecken ist eine schöne Saumfingerechse, welche mit einem Baumstamm zu verschmelzen scheint.

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Impressionen der ersten Dschungelwanderung: Eine Anolis-Echse im Licht der Stirnlampe...
...Aschi, René und Chrigu vor einem Baumriesen...
...und das Blätterdach des Tiefland-Regenwaldes

Nach dem Nachtessen gehen wir hinunter zur Lagune. Hier warten einige Kaimane auf die Fütterung durch die Lodge-Besitzer. Dabei sehen wir auch ein paar winzige, etwa 30 cm lange Jungtiere.

27.10.2004

Nirgends dürfte es schwieriger sein, das Frühstück zu geniessen, als auf der Terrasse dieser Lodge. Die Ablenkung der zahlreichen paradiesischen Vögel ist einfach zu gross...

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Ablenkung am Morgentisch: Ein Montezuma Stirnvogel...
...ein Braunrücken Tukan...
...und ein Bischofstangar

In weiter Entfernung entdecken wir auch noch hellrote Aras und vorbeiziehende, grüne Soldatenaras. Für die äusserst seltenen Soldatenaras laufen in dieser Region Schutzprogramme. Man versucht Korridore zu schaffen, über welche diese prächtigen Vögel verloren gegangene Lebensräume zurückgewinnen können.

Als nach dem Frühstück ein heftiger Regenguss niedergegangen ist, begeben wir uns bei aufklarendem Himmel erneut in den angrenzenden Regenwald. Auch dieses mal entdecken wir einige interessante Tiere.

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Die höchst giftigen, roten Erdbeerfröschchen sind auf dem Boden des Regenwaldes sehr gut zu erkennen.
Diese Heuschrecke zeigt beim Wegfliegen prächtig rote Schwingen.
Nur sehr schwer zu erkennen und perfekt getarnt ist die etwa 10 cm lange Geisselspinne (Heterophrynus sp.)
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Auf der vierstündigen Wanderung haben wir etwa 30 Erdbeerfröschchen entdeckt. Die grünen Baumsteigerfröschchen hingegen scheinen zumindest in dieser Gegend sehr selten geworden zu sein. Trotz intensiver Suche sichteten wir nur zwei Exemplare unseres "Wappentieres".

Chrigu hat die ganze Zeit Schlangen gesucht. Doch trotz intensiver Stein und Wurzelumkehr-taktik blieb die Suche erfolglos...

Stiefelreinigung nach dem Dschungel-Trekking.

Am Nachmittag entern wir zwei Kanus und paddeln auf einer etwa 15 Gehminuten entfernten Lagune umher. Bei fantastischem Licht öffnet sich uns eine traumhafte Naturkulisse. Das ganze hat grossen Spass gemacht.

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Schwieriges manövrieren
Die Natur in ihrer schönsten Form
Kaiman, am Rand der Lagune.

Nachdem wir am Abend Zeuge einer Mondfinsternis werden (Und das mitten im Dschungel...) gehen wir noch im Dunkeln hinunter zur Lagune um die nachtaktiven Kaimane zu suchen. Zu unserer grossen Überraschung schwimmt plötzlich eine riesige Schnappschildkröte ins Licht der Taschenlampe.

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Eine Handgrosse Vogelspinne beobachtet die Mondfinsternis.
Ein Kaiman lugt aus dem Schilf
Stargast des Abends: eine fast 50 cm lange, annähernd 20 kg schwere Schnappschildkröte.

28.10.2004

Heute Morgen machen wir eine Bootstour auf dem Rio Carlos. Diese führt uns zum Rio San Juan, dem Grenzfluss zu Nicaragua. Unterwegs kreuzen wir das Wrack eines abgeschossenen Flugzeuges aus dem Nicaraguanischen Bürgerkrieg. Für uns interessanter ist jedoch die Vegetation an der Uferzone. Da wir nun auch die grossen Spitzkrokodile sehen, haben wir auf unserer Reise innert kurzer Zeit drei völlig verschiedene Krokodil-Arten gesichtet.

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Rio Carlos
Junges Spitzkrokodil
Eine Sumpfschildkröte

Nach etwa 2 Stunden Bootsfahrt erreichen wir den Grenzfluss und das letzte Dorf auf Costa Ricanischem Boden, "Boca San Carlos". Hier vertreten wir uns ein wenig die Füsse. Dabei statten wir auch der Schule einen kurzen Besuch ab. Der Lehrer erklärt den Schülern woher wir kommen und erzählt ihnen mit sichtlichem Stolz, dass wir wegen Ihrem schönen Heimatland hier sind. Später suchen wir auch noch ein kleines "Soda" auf.

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Die Grenze zu Nicaragua
Besuch in der Schule
Boca San Carlos

Auf der Rückfahrt sehen wir wieder Krokodile. Lustig sind jedoch einige Langnasenfledermäuse, welche hin- und herwippend an einem morschen Ast mitten im Fluss hängen.

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Rückweg auf dem Rio Carlos
Fledermäuse
Ein Leguan sonnt sich am Flussufer

Insgesamt erlebten wir für 25 $ pro Person einen kurzweiligen und interessanten Ausflug.

Am Nachmittag gehen wir nochmals in den Wald. Dabei entdecken wir einen Plattschnabel Motmot (Electron platyrhynchum). Es ist das erste mal, dass wir diesen Vogel zu Gesicht bekommen.

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Plattschnabel Motmot
René im Regenwald
Regenwald

29.10.2004

Am Morgen haben wir wiederum die Möglichkeit, viele Tiere, welche um die Lodge streichen, zu beobachten. Dabei sehen wir auch einen Tayra. Dieser etwa 65 cm lange Räuber ist ein naher verwandter der Wiesel und Marder. Es waren wieder drei bezaubernde Tage auf der "Laguna del Lagarto Lodge".

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Der Tayra hat sich eine Banane geschnapt
Regenbogen Tukan
Ein Nasenbär beim "Dösen"