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5. - 8. Tag
Dienstag, 26.10.2004 (Fortsetzung) Um 10.00 Uhr verlassen wir San José mit unserem Mietwagen. Schon bald sind wir den verstopften Strassen in und um die Hauptstadt entronnen.
Gleich bei der Ankunft entdecken wir einen jungen, grünen Leguan und eine grosse Heuschrecke. Beide sitzen vor dem Eingang unserer Zimmer und geniessen die Sonne.
Obwohl es nun schon langsam finster wird, gehen wir noch rasch in den angrenzenden Regenwald. Also, Stirnlampe auf und rein geht`s. Schon bald hören wir knisternde Geräusche im Geäst und wenig später entdecken wir ein paar Klammeraffen, welche sich auf die Nacht vorbereiten. Kaum zu entdecken ist eine schöne Saumfingerechse, welche mit einem Baumstamm zu verschmelzen scheint.
Nach dem Nachtessen gehen wir hinunter zur Lagune. Hier warten einige Kaimane auf die Fütterung durch die Lodge-Besitzer. Dabei sehen wir auch ein paar winzige, etwa 30 cm lange Jungtiere. 27.10.2004 Nirgends dürfte es schwieriger sein, das Frühstück zu geniessen, als auf der Terrasse dieser Lodge. Die Ablenkung der zahlreichen paradiesischen Vögel ist einfach zu gross...
In weiter Entfernung entdecken wir auch noch hellrote Aras und vorbeiziehende, grüne Soldatenaras. Für die äusserst seltenen Soldatenaras laufen in dieser Region Schutzprogramme. Man versucht Korridore zu schaffen, über welche diese prächtigen Vögel verloren gegangene Lebensräume zurückgewinnen können. Als nach dem Frühstück ein heftiger Regenguss niedergegangen ist, begeben wir uns bei aufklarendem Himmel erneut in den angrenzenden Regenwald. Auch dieses mal entdecken wir einige interessante Tiere.
Am Nachmittag entern wir zwei Kanus und paddeln auf einer etwa 15 Gehminuten entfernten Lagune umher. Bei fantastischem Licht öffnet sich uns eine traumhafte Naturkulisse. Das ganze hat grossen Spass gemacht.
Nachdem wir am Abend Zeuge einer Mondfinsternis werden (Und das mitten im Dschungel...) gehen wir noch im Dunkeln hinunter zur Lagune um die nachtaktiven Kaimane zu suchen. Zu unserer grossen Überraschung schwimmt plötzlich eine riesige Schnappschildkröte ins Licht der Taschenlampe.
28.10.2004 Heute Morgen machen wir eine Bootstour auf dem Rio Carlos. Diese führt uns zum Rio San Juan, dem Grenzfluss zu Nicaragua. Unterwegs kreuzen wir das Wrack eines abgeschossenen Flugzeuges aus dem Nicaraguanischen Bürgerkrieg. Für uns interessanter ist jedoch die Vegetation an der Uferzone. Da wir nun auch die grossen Spitzkrokodile sehen, haben wir auf unserer Reise innert kurzer Zeit drei völlig verschiedene Krokodil-Arten gesichtet.
Nach etwa 2 Stunden Bootsfahrt erreichen wir den Grenzfluss und das letzte Dorf auf Costa Ricanischem Boden, "Boca San Carlos". Hier vertreten wir uns ein wenig die Füsse. Dabei statten wir auch der Schule einen kurzen Besuch ab. Der Lehrer erklärt den Schülern woher wir kommen und erzählt ihnen mit sichtlichem Stolz, dass wir wegen Ihrem schönen Heimatland hier sind. Später suchen wir auch noch ein kleines "Soda" auf.
Auf der Rückfahrt sehen wir wieder Krokodile. Lustig sind jedoch einige Langnasenfledermäuse, welche hin- und herwippend an einem morschen Ast mitten im Fluss hängen.
Insgesamt erlebten wir für 25 $ pro Person einen kurzweiligen und interessanten Ausflug. Am Nachmittag gehen wir nochmals in den Wald. Dabei entdecken wir einen Plattschnabel Motmot (Electron platyrhynchum). Es ist das erste mal, dass wir diesen Vogel zu Gesicht bekommen.
29.10.2004 Am Morgen haben wir wiederum die Möglichkeit, viele Tiere, welche um die Lodge streichen, zu beobachten. Dabei sehen wir auch einen Tayra. Dieser etwa 65 cm lange Räuber ist ein naher verwandter der Wiesel und Marder. Es waren wieder drei bezaubernde Tage auf der "Laguna del Lagarto Lodge".
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