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Reisearchiv
 

Costa Rica 2003

  Monteverde

 

 

14. - 18.Tag

Donnerstag, 30.10.2003

Die flüssige Fahrt über Tileran nach Santa Elena (Monteverde) dauert etwa drei Stunden. Hier werden wir von unseren Freunden im Miramontes herzlich empfangen.

Nur über holprige Strassen zu erreichen ist das auf 1 400 müM gelegene Santa Elena
Chalet im Swiss Hotel Miramontes

Nach einem kurzen Imbiss gehen wir mit Walter auf Orchideen-Suche, was schon fast Tradition hat. Dabei lassen wir uns auch schon von der unglaublich vielseitigen Flora und Fauna des Bergregenwaldes verzaubern.

Kultiviertes Land entlang des Bergregenwaldes
Der Halsband-Waldsänger ist auch im üppigen Gewächs einfach auszumachen

Auch das Wetter macht wieder mit. Obwohl es vor unserer Ankunft meist heftig geregnet hat scheint nun zum Teil sogar die Sonne.

Freitag, 31.10.2003

Heute besuchen wir das Santa Elena Nebelwaldreservat. Obwohl wir diesen Regenwald schon einige male durchwandert haben, sind wir immer wieder fasziniert von der üppigen Pflanzenwelt, die derjenigen des grossen Bruders, dem Monteverde Privatreservat, in nichts nachsteht. Auch sind die Lichtverhältnisse immer wieder anders und lassen so den Wald jedes Mal anders aussehen.

oben: Nicht nur am Strand sondern auch in 1 600 müM recht häufig. Eine Waldkrabbe

links: Bei Sonnenschein fallen vereinzelte Lichtstrahlen auf den Boden des Regenwaldes.

Tierbeobachtungen sind allerdings sehr schwierig. Trotzdem sehen wir einige Vögel, grosse Wachteln und eine etwa 1 m. lange Schlange, eine ungiftige Natter, welche schnell über den Weg huscht.

Am Nachmittag besuchen wir das Spital in Santa Elena. Carole ist vom Fach, also ist dieser Besuch für Sie von grossem Interesse. Ein netter Arzt nimmt sich Zeit und wir kriegen einen guten Einblick in die medizinische Versorgung dieser Gegend und erfahren viel über die landesweite Situation.

links: Das Reanimations-Zimmer in der Notfallaufnahme.

Zum z`Nacht verwöhnen uns Walter und Kathi mit Österreichischen Spezialitäten und wir haben viel zu erzählen.

Samstag, 1.11.2003

Mit Walter gehen wir heute in den Monteverde Regenwald. Auf der drei stündigen Wanderung geraten wir immer wieder an Lichtungen, wo sich schöne Schmetterlinge aufhalten. Auch einen grossen Hühnervogel entdecken wir im dichten Pflanzenwuchs.

Der schwarze Guan erreicht eine Körperlänge von fast 70 cm
In Waldlichtungen häufig anzutreffen: Schmetterlinge jeder Grösse und Farbe

Im Wald erreichen wir etwa zur Hälfte einen Aussichtspunkt. Wiedereinmal spielt das Wetter mit und man sieht über den dichten Teppich der Baumriesen bis weit in das Hinterland.

Unvergesslicher Ausblick...
...über das riesige Monteverde Privatreservat.

Am Nachmittag besuchen wir das "Ranaria", ein kleiner Zoo ausschliesslich mit Frosch-Terrarien. Hier erfahren wir viel über die einheimischen Amphibien.

Am Abend weit uns Walter in die Geheimnisse des Österreichischen Kartenspiels "Bauer Schnapsen" ein, wobei die Männer mit einer 5:0 Niederlage in den Schnaps gingen...

Sonntag, 2 .11.2003

Eine der Möglichkeiten, die Wipfel des Regenwalddaches zu erkunden, sind Wanderungen über speziell dazu angelegte Hängebrücken. Im Monteverde hat es zwei solche Anbieter. Wir entschliessen uns für die Brücken von Selva Tours. Wieder spielt das Wetter mit und wir kommen trocken über den drei Stündigen Rundweg.

Dank Hängebrücken möglich...
...der Blick in das Dach der Baumriesen.

Bei aufgehängten Nektar-Behältern haben wir danach noch die Möglichkeit, die zwitschernden Kolibris bei der Nahrungsaufnahme zu beobachten. Ein immer wieder faszinierendes Schauspiel.

Nektarbehälter locken die zwitschernden...
...kleinen Kerle aus dem Regenwald...
... darunter auch diesen grossen Kolibri, den Violettsäbelflügler

Am Nachmittag besuchen wir im Dorf das Serpentario. Hier ist gut ein Drittel aller Schlangenarten des Landes in zweckmässigen Terrarien untergebracht. Am Abend wird gejasst, wobei die Männer ausgleichen können. Morgen kommt es also zum grossen Finale...

Montag, 3 .11.2003

Etwas weiter unten, in der "Finca Ecological" findet man Wanderwege durch Trockenwald. Hier hat man auch gute Möglichkeiten, Tiere zu beobachten. So nehmen wir am Morgen einen etwa sieben Kilometer langen Trail unter die Füsse. Schon bald entdecken wir die ersten Agutis.

Im Trockenwald hat man gute Möglichkeiten zur Tierbeobachtung und entdeckt Agutis bei der Futtersuche...
...und viele prächtige Glasflügelfalter,

Anschliessend geht der Weg steil abwärts. Entlang einem steil abfallenden Gelände wandern wir behutsam weiter. Wir passieren einige Stellen, wo vor Wochen Erdrutsche niedergegangen sind. Obwohl wir ans umkehren denken, wandern wir weiter und sind schliesslich froh, schon bald wieder festes Terrain unter den Füssen zu haben. Als Lohn geniessen wir den Ausblick von einem "Mirador".

Der schmale Pfad geht steil abwärts....
...und führt zu einem schönen Aussichtspunkt.

Ach so, neben den Agutis haben wir auch Nasenbären, einen Motmot, Hörnchen und viele Schmetterlinge gesehen.

Am Nachmittag gehen René und Walter zu den Würgefeigen in der Nähe der Anlage. Leider ist kürzlich eine dieser Riesen umgefallen, wodurch auch andere Bäume mitgerissen wurden. Auf einer grossen Lichtung wächst nun wieder neues Leben heran.

Beim abschliessenden Jass-Finale schwangen die Männer oben aus...

Da wir am nächste Tag bereits früh weiter wollen, heisst es bereits jetzt Abschied nehmen. Nochmals vielen Dank für die tollen Tage !!!

Es Dschungelt so schön... Walter, Carole und René
Abschied von der Miramontes-Wachmanschaft: Carole und Maika