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6. - 8.Tag
Mittwoch, 22.10.2003 Um 9.00 Uhr nehmen wir die etwa 200 km an die Karibikküste unter die Räder. Ein grosser Teil der Fahrt führt durch den riesigen Nationalpark "Braulio Carillo". Die gut befahrbare Strasse zeigt sich in einem krassen Gegensatz zum mächtigen Regenwald, der sich links und rechts der Strasse erhebt. Unterwegs passiert man auch den einzigen Tunnel des Landes, eine etwa 300 m lange Röhre.
Nach etwa drei Stunden können wir einen ersten Blick auf das karibische Meer werfen und eine weitere Stunde später erreichen wir unsere Unterkunft. Kaum haben wir unser Cabina eingeräumt, entdecken wir auf dem Baum daneben auch schon ein Zweifinger-Faultier, welches mit seinem Jungen auf einem Ast liegt. An der Wand des Cabina hängt ein riesiger Harlekinbock mit einer imposanten Körperlänge von etwa 15 cm.
Am späten Nachmittag gehen wir ins nahegelegene, verschlafene Cahuita. Läuft die Zeit im ganzen Land schon wesentlich langsamer als bei uns, so steht sie hier still. Nicaraguaner, Ticos und gestrandete Europäer hängen, liegen und stehen im Dorf herum. Bei einem feinen Alcoholica hoffen wir nun auf Reagge Musik, welche uns, passend zum Ambiente, berieseln sollte. Statt dessen dröhnt aus der nebenliegenden Pizzeria der Schweizer Mundart-Sänger Gölä... Donnerstag, 23.10.2003 Der Grund für unsere Reise nach Cahuita liegt im nahegelegen Nationalpark. Bereits im Jahre 2000 haben wir diesen Park besucht. Durch den Park führt, entlang der Karibik, ein Wanderweg von etwa 7 km Länge.
Nachdem wir bereits 1 1/2 Stunden durch Palmwuchs und andere, vorwiegend trockene Vegetation gewandert sind und dabei vorwiegend Echsen, grosse Spinnen und Waldkrabben gesehen haben folgt ein weiterer, unerwarteter Höhepunkt unserer Reise. Ein Faultier steigt vom Baum herab, um das wöchentliche Geschäft zu erledigen. Das niedliche Dreifinger-Faultier fühlt sich durch unsere Anwesenheit nicht gestört und so kommt es, dass uns während gut 15 Minuten einige tolle Aufnahmen gelingen.
Auf dem restliche Weg begegnen uns noch Waschbären und Weissgesichts-Kapuziener Affen. Dies hilft Carole einwenig über die Schmerzen hinweg, welche sie sich von einem Bienenstich in den Handrücken, geholt hat. Glücklicherweise geht die geschwollene Hand gegen Abend wieder auf Normgrösse zurück...
Freitag, 24.10.2003 Der erste Regentag. Also machen wir das, was hier anscheinend alle tun, faulenzen...
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