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9. - 12. Tag - Matapalo
27.10.2002 7.45 Uhr geht es los Richtung Pazifikküste. Es wird eine sehr schöne Fahrt bei prächtigem Wetter. Beim Rio Tarcoles machen wir auf der Brücke halt, um nach Spitzkrokodilen Ausschau zu halten. Und siehe da, wir entdecken etwa 7 Stück, wobei das Grösste gut 5 m lang ist. Da es sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass es hier öfters Krokodile zu sehen gibt, ist die Brücke gut besetzt mit amerikanischen Urlaubern, welche noch auf der Brücke stehend neue Schauermärchen zu den Krokodilen erfinden, und diese denn auch so ganz nebenbei mit Steinen bewerfen.
Nach gut 5 Stunden erreichen wir das "El Coquito del Pacifico", eine kleine, angenehme Anlage direkt am Meer. Gepäck ins Häuschen, Badehosen anziehen und ab ins Meer... Dummerweise kriegen wir danach die Haustüre nicht mehr auf, was uns zum warten auf die Hausmeisterin zwingt. Christine kommt den auch schon bald, demontiert Mückengitter, Rahmen, Fenster und öffnet das Häuschen von innen. 28.10.2002 Sehr früh am Morgen laufen wir zu einer Flussmündung in der Nähe der Anlage. Dort sehen wir sehr viele Vögel. Im Flussbecken hoffen wir auch Kaimane zu sehen. Ausser ein paar Wasseragamen jedoch sind keine Vierbeiner zu entdecken. Den Rest des Tages verbringen wir mit faulenzen in der Anlage. Ein grosser Baum in der Nähe weckt jedoch schon bald unser Interesse. Auf Ihm entdecken wir einen Geier, schwarze Leguane, Anolis- und Gekoechsen sowie Fledermäuse... und das alles auf nur einem Baum ! Später entdecken wir auch noch ein Faultier. Es ist das erste, welches wir in freier Natur zu Gesicht bekommen.
29.10.2002 Der Manuel Antonio Nationalpark steht heute auf unserem Reiseprogramm. Nach einer guten Stunde Fahrt (mehrheitlich Schotter) erreichen wir den wohl berühmtesten Park des Landes. Auf einer sehr geringen Fläche tummeln sich hier vergleichsweise massenhaft Waschbären, Nasenbären, Affen, Faultiere, Leguane usw. Der hohe Besucherstrom im Park führt dazu, dass die Tiere hier ein abnormales Verhalten an den Tag legen, gegenüber dem Menschen kaum Scheu zeigen und teilweise (Affen, Leguane) recht aggressiv sind. Trotzdem ist und bleibt der Park bezüglich seiner Schönheit eine Augenweide.
Am Nachmittag entdecken wir auf einem Baum in unserer Anlage eine ca. 2m lange Baumschlange. Ein abenteuerlicher Tag geht so zu Ende.
30.10.2002 Den heutigen Morgen verbringen wir mit Baden. Und schon wartet die nächste Entdeckung auf uns. Eine kürzlich geschlüpfte Schildkröte versucht das Meer zu erreichen. Als wir nach langem zuschauen feststellen, dass sie es alleine nicht schafft, helfen wir ein bisschen nach und tragen das Tier ins Wasser. Am Nachmittag gehen wir mit Claudia auf einen Ausritt. Im Galopp geht es dem Meer entlang zu einer kleinen Farm, wo uns Claudia viel interessantes zum dortigen "Gartenbau" erzählt. Auch sehen wir viele Faultiere und einige Kolibris. Um 20.30 Uhr sind wir so müde, dass wir bereits wieder in den Federn landen.
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