Home  |  Wir über uns  |  Reiseplaner  |  Regenwald Länder  |  Reisearchiv  |  Regenwaldbewohner  |   Shop  |  Kontakt  |  Links
Reisearchiv
 

Belize 2005

  Corozal

 

 

 

06. 11. 05

Um 9.00 übernehmen wir den Mietwagen. Nun fahren wir also die nächsten 20 Tage mit einem silbernen Suzuki Grand Vitara durch Belize. Unser erstes Etappenziel ist das im Norden des Landes gelegene Corozal. Das Mietauto ist in einem tip-topen Zustand, und da auf dem Northern Highway kaum Verkehr herrscht, benötigen wir für die ca.150 km lange Strecke nur knappe 2 Stunden.

Im Corozal Bay Inn, einer schönen Anlage direkt am Meer, mieten wir ein Cabana für die nächsten 4 Tage.
Den Nachmittag verbringen wir mit baden, "sünnele" und einkaufen, der Kühlschrank will schliesslich gefüllt werden. Mit einem selbstgemixten Drink in der Hand können wir von unserer Terasse aus viele Fregattvögel und zwei Spechte beobachten.

grösser
grösser
Unser Fahrzeug für die nächsten 3 Wochen
Das "Corozal Bay Inn" liegt direkt am Meer
Ein Goldstirnspecht zeigt sich als schöner Mitbewohner der Anlage

07. 11. 05

Eigentlich wollten wir heute morgen in Corozal Town frühstücken, aber um 07.30 scheint das Städtchen noch zu schlafen.
Nun wollen wir zur Maya Ausgrabungsstätte "Cerros" fahren.

Auf dem Weg dorthin muss ein Fluss mittels einer von Hand angetriebenen Fähre überquert werden.
Auf der Fähre spricht uns eine einheimische Frau an, ob wir sie bis zum nächsten Dorf mitnehmen können. Unterwegs sehen wir einige Papageie und unterhalten uns auf Spanisch und Englisch angeregt mit unserem Fahrgast.

In Cerros angekommen werden wir von hunderten von Mosquitos attackiert. Schnell, schnell Mückenspray versprühen und im Laufschritt zum Meer, ist da unsere Devise.
Beim Eingang haben uns die Mücken schon fast aufgefressen, und so laufen wir schnell auf einen Bootsanlegesteg um die Regenjacken als "Mosquitobarriere" zu montieren. Dies hält die netten Tierchen nun einigermassen fern, nur ist jetzt bei ca. 30 Grad Saunagefühl angesagt...
Die Maya-Ruinen sind sehr eindrücklich und vermitteln uns einen Vorgeschmack auf noch Kommendes.

grösser
"Cerros" war 300 vor bis 300 nach Christi eine wichtige Maya-Stadt
Wie wahr...wie wahr...
steile Treppe bei den Ruinen

Auch auf dem Rückweg spielen wir wieder "Taxi" und am frühen Nachmittag sind wir zurück in Corozal. Wir müssen noch Proviant einkaufen gehen, denn Morgen steht "Shipstern" auf dem Programm.
Im nebenan liegenden "Tonys Inn" gibt's ein feines Nachtessen mit angenehm kühlender Meeresbrise.

08. 11. 05

An die harten Matratzen hier haben wir uns noch nicht gewöhnt. Am Morgen schmerzt uns jeweils unser nicht mehr ganz junges "Fahrgestell"...!
Die knapp 2 stündige Fahrt nach Shipstern über Naturpiste lockert unsere Muskeln, und wir freuen uns, das vom Papillorama in Kerzers unterstützte Naturschutzgebiet zu erkunden.

grösser
grösser
Über eine Schotterstrasse gelangt man in das Shipstern Naturreservat
Mennoniten-Pferdeanhänger
Wegebussarde sind oft am Strassenrand anzutreffen
Hier beginnt das Reservat
Das Besucherzentrum...
..und der "Jaguar Express"


Kaum angekommen und nach einem kurzen Spaziergang im Wald, fängt es heftig an zu regnen. Ein "Guia" wird uns beinahe aufgedrängt und so lassen wir uns auf diesen Handel ein. In Begleitung laufen wir nun ca. 3 km durch den Wald, wobei wir einige buntschimmernde Vögel, verschiedene Kröten und Echsli, und Pekarifell entdecken (Überreste eines Jaguarmahls?). Auch die Mücken sind hier im Überfluss vertreten.

grösser
grösser
René und der Guia
Trekking-Pfad durch das Shipstern-Reservat
Prächtige Spinne am Wegrand

Wir äussern den Wunsch auch auf die Lagune zu fahren. In unser Auto wird ein Aussenbordmotor gepackt und wir fahren ca. 15 km bis zur Lagune. Unser "Guia" ist bei der Montage des Aussenbordmotors leicht überfordert, mit René´s Hilfe gelingt es jedoch das Boot startklar zu machen.
Obwohl wir Paddels geschweige den Schwimmwesten vermissen, steigen wir in das Boot ein. Auf der grossen Lagune gibt der Guia Vollgas bis ein "Rumps" uns stoppt.

Ein schmaler Kanal führt auf die grosse Lagune...
..wo mit Glück auch Krokodile und Seekühe zu entdecken sind....
...doch heute sehen wir nur sehr wenige Tiere

Es dauert lange bis das Boot wieder funktionstüchtig ist, und wir sehen uns schon in der grössten Hitze auf Hilfe wartend auf der Lagune dümpeln. Auf unseren Kommentar von wegen Paddel und so, ernten wir nur ein Achselzucken mit Lächeln. Na ja, die haben hier wohl einfach Gottvertrauen das nichts geschieht. Uns lehrt dies aber, dass wir unsere Zweifel besser vorher kundtun und uns auf unser Gefühl verlassen sollten.
Auf dem Rückweg zur Station sehen wir eine kleine Schildkröte die Strasse überqueren. Etwas später entdecken wir eine grosse Schlange, die auf der Strasse liegt. Das Auto vor uns hat sie wohl überfahren. Vorsichtig nähern wir uns dem Tier, und tatsächlich; es ist eine wunderschöne, ca. 130 cm lange Klapperschlange, die leider im sterben liegt.

grösser
Eine ausgewachsene, neotropische Klapperschlange
Diese Sumpfschildkröte überquert die Strasse

Wir bezahlen bei der Station die vorher von 120 auf 90 ausgehandelten Belize Dollar (= 45 US Dollar) für die Tour, was angesichts des Gebotenen immer noch zu viel ist.
Auf dem Rückweg herrschen zum Teil wunderschöne Lichtverhältnisse, und wir sehen viele Mennoniten mit Pferdewagen und ihrer unverkennbaren Kleidung aus Zeiten "unsere kleine Farm" oder "die Waltons".
Nachdem wir mit der Fähre den Fluss passiert haben, sehen wir ein entgegenkommendes Auto im Schlamm stecken. Ein paar Einheimische und René können dieses "befreien" und müde, aber happy einen ereignisreichen Tag gut überstanden zu haben, kommen wir um ca. 17. 00 bei unserem Bungalow an.
Auf der Terrasse geniessen wir die Abenddämmerung bei einem Drink und lassen den Tag in Gedanken Revue passieren.

09.11 05

Nach einem "Billigfrühstück" auf unserer Terasse machen wir uns auf zur kleinen Mayaausgrabungsstätte in Sta. Rita. Wir sind die einzigen Besucher dort, und geniessen die Ruhe.

grösser
grösser
Aufzeichnungen über Santa Ritas Entstehung gehen bis ins Jahr 2000 v.Chr. zurück
Ausblick von oben auf die Parkanlage
Dieser junge Basilisk scheint der letzte Wächter der Maya-Stätte zu sein.

Anschliessend muss in der Stadt Geld gewechselt werden, was hier sehr zackig geht. Wir nutzen auch die Gelegenheit, uns ein wenig in Corozal umzusehen. Ein wirklich nettes Städtchen, welches sich ganz in der Nähe zur Mexikanischen Grenze befindet.

grösser
grösser
Bus-Terminal von Corozal
Bediente Tankanlage
Der Marktplatz von Corozal mit einem Teil der rund 8`000 Einwohner

Bei unserem Bungalow unterhalte ich (Carole) mich auch heute mit unserer Putzfrau "Alva".
Sie erzählt mir von ihrem Nasenbären, den sie zu Hause grosszieht und lädt uns spontan ein sie am Nachmittag zu besuchen. Am frühen Nachmittag fahren wir also mit Alva, ihrer Mutter die aus Guatemala zu Besuch ist, und ihrer Schwester los Richtung Buena Vista. Nach einer lustigen, knapp halbstündigen Fahrt treffen wir bei ihrem Häuschen ein.
Der Nasenbär ist wirklich süss, nur leider an der Kette gehalten. Es spricht sich schnell herum, das Alva Besuch hat und so treffen nach und nach immer mehr Leute von Alvas Familie und Verwandschaft ein. Zur Belustigung aller kosten René und ich zum ersten Mal Zuckerrohr, was ganz fein schmeckt. Auch mit Orangen direkt vom Baum werden wir für die nächsten Tage versorgt. Anschliessend werden wir ins kleine Haus eingeladen, wo wir eine vergnügliche Zeit inmitten der Familie verbringen und uns zusammen verschiedene Fotoalben anschauen.

Da es bald dunkel wird, verabschieden wir uns und kaufen in der Stadt eine Pfanne, die wir Alva morgen schenken wollen.
Die Gastfreundschaft und Offenheit der Familie hat uns sehr beeindruckt.
Es wird eifrig gekocht
Kultureller Austausch im Häuschen

Direkt weiter zu Teil 3

Zurück zu Teil 1