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Mittwoch,
13.05.2009 - Gewitterregen
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In der Nacht passierts! Als ich kurz auf die Toilette taumle und zur Klinge der Schlafzimmertüre greife, öffnet sich diese selbständig. Ich erschrecke! Ein Einbrecher! ich drücke mit voller Manneskraft gegen die Türe, welche mit lautem poltern in die Klinge zurückfällt. Schatz, ich bin es, tönt eine verschlafene Stimme von der Gegenseite…
Am Morgen lachen wir beide, als wir die Szene vor Augen haben.
Nach der Verabschiedung von unseren Freunden in Garza geht’s auf die letzte Reiseetappe. Diese führt uns zurück nach Atenas. Bei strahlendem Sonnenschein machen wir uns auf den Weg. Schon bald zwingt uns ein seltsames Klopfgeräusch zum Halt. Ein Kotflügel hängt schief und streift nun störend den Reifen. Ich drücke diesen provisorisch fest und die Fahrt geht weiter. Auf den asphaltierten Strassenabschnitten, begegnen uns immer wieder aufgemalte Herzen. Diese werden nach tödlichen Verkehrsunfällen, als Mahnmahl, auf die Strasse gemalt. Es gibt viele dieser Herzen.
Etwa zur Hälfte unserer Strecke passiert man eine Stelle, wo oft frei lebende, rote Aras zu sehen sind. Wir können drei Exemplare ausfindig machen. Kurze Zeit später verlassen wir die Interamericana und geraten in einen monsunartigen Regenguss. Richtige Bäche stürzen sich die Strasse hinunter, Blitze erhellen den stockdunklen Tag und kleine Erdrutsche müssen manövriert werden. Dichter Nebel macht die Fahrt über die Serpentienerstrasse nicht einfacher und wir sind heilfroh, als das Wetter wieder aufklart und der Wagen nach dem 1912. Kilometer wohlbehütet ins niedliche Atenas einfährt. Fredi überrascht uns dort mit einer kleinen, vor ein paar Stunden eingefangenen Schlange. Wir fotografieren diese, und lassen das Tierchen wieder frei.
Zum Nachtessen gibt es bei angeregten Diskussionen Würste vom Grill.
Links:
Roter Ara in der nähe von Puntarenas
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Strasse auf der Peninsula Nicoya |
Brücke über den Golfo de Nicoya |
Die Wurmschlange Leptotyphlops goudotii wird nur 19cm lang |
Donnerstag
14.05.2009 / Freitag 15.05.2009 - Adios
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Heute gibt es noch einmal ein tropisches Frühstück bei heissen Temperaturen und Sonnenschein. Leise Wehmut macht sich breit. Mit Nicole fahren wir kurz ins Dorf um Besorgungen zu machen. Dabei bewegen wir das letzte Mal unseren Mietwagen. Ohne Probleme können wir das Auto gleich beim el Paraiso Verde abgeben. Wirklich ein super Service.
Nun wollen wir die letzten Stunden unserer Reise beim Pool verbringen. Am frühen Nachmittag kommt Uli vorbei, die drei sind befreundet. Bei angeregten Diskussionen, planschen und lesen verbringen wir den Nachmittag.
Leicht betrübt geht es jetzt ans packen, wobei wir feststellen, dass die Taschen zu schwer werden. Aus zwei Gepäckstücken machen wir ruck zuck mit einsetzten eines Rucksackes drei. So ist die Fluggesellschaft zufrieden, und wir müssen nicht wegen zu schweren Taschen draufzahlen.
Mit Nicole und Fredi fahren wir in ein nahegelegenes Restaurante, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen. Beim essen haben wir einen tollen Blick auf die vielen Lichter von Alayuela.
Die letzte Nacht ist kurz, schon um 05.15 Uhr haben wir das Taxi bestellt. Der Abschied von den Zwei und von diesem wunderschönen Land fällt uns schwer.
Mit dem Kopf voller schöner Erinnerungen heben wir pünktlich um 08.00 Uhr ab. Ein letzter Blick auf die Wellblechdächer, auf grünen Urwald, schon sind wir über den Wolken.
Die Heimreise mit der Delta Air verläuft nach Zeitplan. Im Gegensatz zum Hinflug ist der Flieger auf der langen Strecke von Atlanta nach Zürich ausgebucht.
Unser Gepäck fassen, durch den Zoll und in den IC Richtung Bern. Wir bestellen Kaffee und Gipfeli beim freundlichen, tamilischen Serviermann im Zug. Ihm passiert ein Missgeschick und René`s letzte saubere Hose ist vollgekleckert mit heissem Kaffee. Was soll`s! Wir sind glücklich, wohlbehalten und gesund wieder in der Schweiz angekommen.
Während der Zugfahrt schwelgen wir in Erinnerungen und sind uns einig, dass die Reise wunderschön, aber ein wenig zu stark mit Terminen befrachtet war. Auf der anderen Seite, kennen wir in Costa Rica mittlerweilen so viele Menschen die wir gerne besuchen, das sich dies fast nicht vermeiden liess. Nächstes Jahr steht wieder ein anderes Land auf unserer Wunschliste!
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